Faire Woche 2026 mit vielen nachhaltigen Aktionen

Mitglieder der Steuerungsgruppe Fairtrade im Luxor-Filmpalast beim Film "Rise up" Foto: Helmut Pfeifer

„Fair handeln - Vielfalt erleben!“ war auch dieses Jahr das Motto der Fairen Woche.

Auch die Fairtrade-Stadt Walldorf war wieder mit dabei. Im Zeitraum vom 11. bis 25. September 2026 gab es in Walldorf ein buntes Programm mit vielen interessanten Veranstaltungen und abwechslungsreichen Aktionen.

Mit abwechslungsreichen Veranstaltungen ist die Faire Woche erfolgreich gestartet. Im Begegnungshaus wurde in diesem Jahr keine „Suppe mit Geheimnis“ gekocht, sondern gemeinsam fleißig geschnippelt. Selbst die jüngsten Besucherinnen und Besucher halfen begeistert mit und bereiteten aus Mangos, Äpfeln, Bananen und weiterem Obst einen frischen Obstsalat zu. Dazu wurden leckere Waffeln gebacken. Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen bei Gesprächen und kleinen Snacks zusammen und genossen den gemeinsamen Nachmittag.
 

Aus altem Papier etwas Neues schaffen – wie das geht, zeigte die Waldpädagogin Sabrina Ehnert im Rahmen der Fairen Woche. An dem Angebot nahmen vier Familien teil. Zunächst machte Sabrina Ehnert auf den „Papierspender“ im Wald aufmerksam: die Bäume. Aus ihnen wird der Stoff hergestellt, aus dem unter anderem Zeitungen, Bücher und Toilettenpapier produziert werden. Das Holz müsse dafür erst ganz fein gehäckselt werden, erklärte die Waldpädagogin, die zu Beginn der Veranstaltung deutlich machte, was im Mittelpunkt stehen sollte: „Heute wollen wir ausprobieren, wie man aus altem Papier wieder neues Papier macht.“

Bei tollem Wetter wurde Papier geschöpft und anschließend noch Papierperlen hergestellt.

Alle Kinder hatten sichtlich viel Spaß und machten gerne mit. Das selbst gemachte Papier durften die Kinder am Ende mit nach Hause nehmen.

Der ökumenische Abendgottesdienst stand ebenfalls ganz im Zeichen der fairen Woche. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Gospelchor. Die Predigt wurde gemeinsam mit der Amnesty-International-Gruppe aus Wiesloch gestaltet. Im Anschluss bot sich bei Getränken und Fairtrade-Schokolädchen die Gelegenheit zum Austausch über faire Arbeitsbedingungen sowie über die Situation von Aktivistinnen und Aktivisten weltweit.

Kochkurs im Rahmen der Fairen Woche bringt neue Rezeptideen auf den Tisch

Beim Kochkurs „Gemeinsames Kochen – weltweite vegetarische Küche“ kamen einige interessierte Frauen und Männer zusammen, die gemeinsam mit den beiden Leiterinnen der Kochaktion einen genussvollen und abwechslungsreichen Abend gestalteten. Im Mittelpunkt standen fair gehandelte, saisonale und regionale Zutaten, mit denen die Gruppe die vielfältigen Aromen der vegetarischen Küche aus aller Welt entdecken konnte. In gemeinsamer Runde wurden verschiedene internationale Gerichte zubereitet, neue Zutaten kennengelernt und interessante Rezepte ausprobiert. Besonders schön war die offene und angenehme Atmosphäre, in der gemeinsam geschnippelt, gekocht und sich ausgetauscht wurde. 

Susanne Nisius, Fairtrade-Steuerungsgruppe, freute sich, im Kinosaal des Luxor-Filmpalastes einige interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßen zu können. 

Der Film “Rise up” begleitet fünf Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Ländern, die sich gegen soziale Ungleichheit, Unterdrückung, Polizeigewalt und ein als ungerecht empfundenes politisches und wirtschaftliches System engagieren. Dabei vertritt der Film offen eine antikapitalistische Perspektive und stellt die Klimakrise ebenfalls als Folge dieses Systems dar.

Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen mit Repression, Gefängnis, Gewalt und Widerstand, aber auch Hoffnung, Erfolge und Gemeinschaft. Der Film gibt weniger konkrete Handlungsanweisungen, sondern versteht sich vor allem als Denkanstoß, das eigene Leben und gesellschaftliche Strukturen kritisch zu hinterfragen und sich mit anderen für Veränderungen zusammenzuschließen.
 

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